Verbesserung der Rahmenbedingungen für das Recycling von Elektro- und Elektronikaltgeräten

Hochwertige Recyclingrohstoffe für die Industrie

Angesichts volatiler Rohstoffpreise und sich verändernder Strukturen auf den Weltmärkten ist ein rohstoffarmes Land wie Deutschland langfristig auf günstige und hochwertige Recyclingrohstoffe für seine Industrie angewiesen.

Ausgediente Elektro- und Elektronikgeräte müssen besser erfasst und recycelt werden, damit wertvolle Rohstoffe in den Verwertungskreislauf zurückgelangen. Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich der Arbeitskreis Elektrorecycling weiterhin intensiv mit der Umsetzung des novellierten Elektro- und Elektronikgerätegesetzes (ElektroG2). Die Ziele des ElektroG2 können nur erreicht werden, wenn die Folgen der immer weiter zunehmenden Technologiesprünge im Elektronikbereich für das Recycling stärker als bisher berücksichtigt werden. Darüber hinaus sind eine Vielzahl von Erfassungsmaßnahmen erforderlich, um möglichst viele Elektro- und Elektronikaltgeräte einem qualitativ hochwertigen Recycling in zertifizierten Erstbehandlungsanlagen zuzuführen. Hierfür bringt sich der BDE auch durch Zusammenarbeit mit dem Umweltbundesamt in die neue Behandlungsverordnung ein, die nur dann gelingen kann, wenn sich die Erfassung deutlich verbessert.

Elektrorecycling

Höhere Recyclingquoten für Elektro- und Elektronikaltgeräte

Die europäische WEEE-Richtlinie (Waste Electrical and Electronic Equipment) legte ab dem Jahr 2016 höhere Sammelquoten für Elektro- und Elektronikaltgeräte fest. Demnach müssen pro Jahr 45 Prozent des Durchschnittsgewichts aller in den letzten drei Jahren in Verkehr gebrachten Elektronikgeräte zurückgenommen werden. Ab dem Jahr 2019 werden die Anforderungen in einem nächsten Schritt auf dann 65 Prozent angehoben. In Deutschland wurden im Jahr 2014 knapp 43 Prozent aller Elektroaltgeräte gesammelt und fachgerecht entsorgt.

Das Erreichen der erhöhten Sammelquoten für Elektro- und Elektronikaltgeräte erfordert deshalb intensive Anstrengungen auf allen Ebenen, damit sich die rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen schneller als bisher der dynamischen Wirklichkeit anpassen. Die verpflichtende Rücknahme von Altgeräten durch den Handel stellt dabei einen ersten wichtigen Baustein dar, dem weitere Maßnahmen folgen müssen. Die Eindämmung illegaler Entsorgungspraktiken und eine bessere Information der Verbraucher sind zudem unerlässlich.

Preisschwankungen durch Rücknahmeverpflichtung der Kommunen

Kritisch bewertet der Arbeitskreis hingegen, dass für Kommunen der Zeitraum zur Selbstvermarktung von Elektroaltgeräten von einem auf zwei Jahre ausgedehnt werden soll. Dies …

 

18.05.2018 |  Pressemitteilung

Elektroaltgeräte-Erfassung in der jetzigen Form nicht zukunftsfähig

 

10.02.2017 | Download

Änderung des ElektroG zur Sanktionierung nicht sachgerechter Umsetzungen der Rücknahme von Elektroaltgeräten im Handel.

 

20.10.2015 | Download

ElektroG – Gesetz über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die
umweltverträgliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten.

 

31.03.2014 | Download

Stellungnahme des BDE e.V. zum Entwurf eines novellierten ElektroG

 

01.08.2009 | Download

LAGA-Mitteilung M31

Quelle: https://www.bde.de/themen/kreislaufwirtschaft/elektrorecycling/

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